Symptome & Diagnose

Ob es ein langanhaltender Husten, Fieber oder Gewichtsverlust ist, Menschen, die an der “Schwindsucht” leiden, raffen förmlich dahin, bis sie an Schwäche der Krankheit erliegen. Daher ist eine frühe Erkennung der Kranheit, sei es durch klinische Diagnose der Symptome, Röntgenaufnahmen, Analyse von Speichelproben oder anderen Diagnosemethoden, von höchster Priorität.

Normalerweise entwickeln sich Symptome wie erhöhte Körpertemperatur, Müdigkeit, Schüttelfrost, Schmerzen im Brustbereich, Appetits- und Gewichtsverlust und nächtliches Schwitzen. Ebenfalls wird anhaltend produktiver Husten mit Auswurf (gelblich-grüner Schleim bzw. Sputum) von über zwei Wochen als potenzielles Indiz für die Tuberkulose bewertet. Es kann aber auch sein, dass im Falle einer asymptomatischen TB keine Symptome zu Tage treten. Bleibt eine Tuberkulose ohne entsprechende Symptome, erschwert das die Diagnose.

Diagnostiziert wird die Tuberkulose am häufigsten über Röntgenaufnahmen und eine bakteriologische Sputumprobenuntersuchung. Auf Röntgenaufnahmen lassen sich vor allem Tuberkulose-Herde in der Lunge gut erkennen. Bei der Probenuntersuchung wird eine Auswurfsprobe so bahndelt, dass die Bakterien rötlich-gefärbt unter einem Mikroskop sichtbar sind. Da eine größere Menge von Bakterien hierfür notwendig sind, wird in Deutschland häufig auch eine Bakterienkultur gezüchtet, um zu sehen ob TB Bakterien vielleicht in geringer Dichte vorhanden sind. Da jedoch diese Kultur kosten- und zeitaufwendiger ist – sie dauert in der Regel 3 bis 4 Wochen – wird sie häufig in Entwicklungsländern übergangen.

Ein Tuberkulin Hauttest wird häufig verwendet um festzustellen, ob TB-Erreger im Körper vorhanden sind wie im Falle einer latenten Infektion. Für diesen Test wird Tuberkulin in die Haut eingebracht. Falls sich eine rötliche Reaktion generell von über 10mm Durchmesser ergibt, können Mykobakterien, worunter auch die Tuberkulosebakterien fallen, im Körper vorhanden sein. Nicht-Tuberkulosebakterien und eine frühere BCG-Impfung können ebenfalls eine Reaktion hervorrufen.

Quelle: Weltgesundheitsorganisation

Neuerdings lassen sich auch durch neue Technologien, wie durch die GeneXpert System im dem PCR assay Verfahren, TB Infektion und sogar resistente Formen in unter einer Stunde feststellen. Jedoch sind diese Systeme noch sehr neu und teuer, so dass deren Verwendung noch nicht verbreitet genug ist.

Für geschlossene Tuberkulosefälle ist die Diagnose äußerst schwierig und basiert dann häufig nur auf klinischer Diagnose des Arztes und empirischer Antibiotikabehandlung.

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