Es ist einfach zu teuer, die Tuberkulose zu ignorieren!

Eine neue Studie der Universitätsklinik Schleswig-Holstein in Kiel hat aufgedeckt, dass es abhängig vom Resistenzgrad zwischen €10,000 und €110,000 kosten kann, Tuberkulose zu behandeln. Weiterhin verursacht die Krankheit jährlich 5,3 Milliarden Euros an indirekten Kosten. Demnach kann man es sich einfach nicht mehr leisten tatenlos zuzusehen, wie sich die Krankheit und vor allem die Resistenzen gemütlich ausbreiten:

Epidemie in Europa: Tickende Bombe Tuberkulose

Tuberkulose? Heute kein Problem mehr, denken viele. Die Realität sieht anders aus: Immer mehr Menschen infizieren sich auch in der EU mit antibiotikaresistenten Erregern. Wissenschaftler warnen vor Milliardenkosten und fordern mehr Forschungsgeld.

In den Köpfen vieler Menschen gilt Tuberkulose als eine Krankheit der Armen, als eine längst besiegte Krankheit. Tatsächlich aber trotzen die bakteriellen Erreger immer häufiger Impfungen und Medikamenten. Die Krankheit beginnt, sich erneut unaufhaltsam über die Welt zu verbreiten.

Noch gilt Tuberkulose vor allem als Problem Afrikas, ein Großteil der weltweit infizierten Menschen erkrankt auf dem Kontinent. Darauf ausruhen sollte sich die europäische Gesundheitspolitik jedoch nicht: Europa steuert laut einer aktuellen Studie der Universität Kiel auf eine Tuberkulose-Epidemie zu, die das Gesundheitssystem viele Milliarden Euro kosten wird. Schon heute verursache die Versorgung von Infizierten in der EU jährliche Kosten von mehr als 500 Millionen Euro, warnen die Gesundheitsökonomen. Es sei dringend an der Zeit, dass Regierung und Pharmaindustrie handelten.

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